Turkey bis zum Rollen

Die „high hopes“ auf neue Einträge werden natürlich nicht enttäuscht 🙂

Alle sprachen seit Wochen von der anstehenden Halloweenparty. Mai hatte sich ein Spongebobkostüm gekauft und ich mir eigenhändig ein Tiegerkostüm genäht. Danach haben wir uns gegenseitig geschminkt und uns richtig auf die Party gefreut. Wir hatten uns soo schön zurechtgemacht! Nur leider wurden wir dann ein bisschen enttäuscht; wir waren nämlich die einzigen… Alle haben wochenlang von ihren Kostümen geredet und dann hat tatsächlich niemand eins getragen!!! Zu Anfang haben wir uns ein bisschen dämlich gefühlt und es kam uns total peinlich vor, dass wir da so rumliefen. Aber letztendlich haben wir gemerkt, dass alle Anderen sich blöd gefühlt haben, weil sie ihr mehr oder weniger mühevoll erarbeitetes Kostüm im Schrank gelassen haben. Letztendlich hatten wir dann also noch großen Spaß, haben erst Süßigkeit verteilt und dann selbst noch eine Runde gedreht.

Samstag nach Halloween sind wir nach Kansas City gefahren. Diese Stadt ist ja mal so unheimlich! Sie besteht nur aus Autos und Hochhäusern und kein Mensch ist auf der Straße. Stellt euch mal vor, ihr würdet am hellichten Tage durch Berlin oder München oder irgendeine deutsche Stadt gehen und es gäbe nur euch und Häuser und Autos. Ich kam mir vor wie in einem Gruselfilm! (Und ich hasse Gruselfilme :D) Allerdings haben wir uns größtenteil im lebenden Teil der Stadt bewegt- dem Zoo. Stellt euch jetzt aber keinen deutschen Zoo vor, in dem man von Gehege zu Gehege läuft. In diesem Zoo hat man sich mittels Zügen und Seilbahnen fortbewegt. Bevor wir wieder zurückgefahren sind, waren wir noch in einem leckeren Restaurant essen. Vielleicht ein bisschen zu lecker, ich konnte nämlich kaum aufhören und habe mich im Nachhinein wie ein Ball gefühlt….

Alle Twilightfans dürfen jetzt mal ein bisschen neidisch sein 🙂 Ich habe Breaking Dawn nämlich schon eine Woche vor seinem Erscheinen in Deutschland gesehen! Ich bin eigentlich so ein Fiction-Vampirfan, aber dieser Film ist wirklich gut gemacht und hat mir super gefallen. Vor allem, als…                                                                                                                  Nein, so gemein bin ich dann doch nicht. Außerdem möchte ich ja den Produzenten nicht die Zuschauer rauben.

Wie ein Ball fühlen kann man sich übrigens nicht nur nach dem Besuch eines brasilianischen Restaurantes in Kansas City. Das geht auch ganz einfach mit Truthahn, Süßkartoffeln und Kirschkuchen. Ging also gestern, an Thanksgiving. Hier war Full House, mit Gastgeschwistern, -Neffen und -Nichten. Und allem Möglichen zu essen, schlecken und naschen. Und am Abend auch noch so einiges on sale. Heute ist Black Friday. Heißt, alles runtergesetzt, billiger, on sale. Wie auch immer ihr es nennen wollt; Nicht der sicherste Tag zum Shoppen. In den letzten Jahren gab es durch durchgeknallte Schnäppchenjäger ernsthaft verletzte Personen. Deshalb haben die meisten Läden ihre Black Friday Sales in diesem Jahr schon auf den Donnerstagabend gestreckt. Wir sind also schon gestern Abend gegangen und Mai und ich haben uns den gleichen Pullover zugelegt.

Tataa! So habe ich also wieder aufgeholt, bis zur jetzigen Minute! (Jetzige Minute: Ich schreibe an meinem Blog und im Hintergrund läuft „The Mummie 2“. Wie schon gesgt: Ich hasse Gruselfilme! Darum bin ich ganz dankbar, dass ich mich mit etwas anderem beschäftigen kann. Als ich den ersten Teil der Mumie gesehen habe, hatte ich nämlich jahrelang Albträume..)  Und hoffentlich habe ich alle „High hopes“ auf den Inhalt der neuen Einträge erfüllt.

Unsere kleine Farm

Da bin ich wieder, und für alle, die diesen Titel nicht verstehen: Das ist eine Fernsehserie über ein Familie in der Prärie, in Kansas. Spielt irgendwann im 19. Jahrhundert und ist total süß =) Jedenfalls fühle ich mich gerade ein bisschen wie Laura Ingalls, darum bin ich darauf gekommen.

Ok, ich hatte im Nachhinein ein bisschen das Gefühl, dass sich mein letzter Post ein bisschen Pessimistisch angehört hat. Sollte er aber gar nicht sein! Jetzt gebe ich mir also Mühe, das hier nicht pessimistisch klingen zu lassen!

Vor ein paar Wochen war mein Geburtstag und es war total cool! Wir sind in ein Sushi&Hibachi Restaurant gefahren. Das war ziemlich lecker (Und kein Fastfood!!!!!)

So langsam trudelt sich hier jetzt auch alles eingetrudelt: Die Schule, der Tagesablauf… Am Anfang hatte ich noch tüchtige Schwierigkeiten, mich in meiner neuen Schule zurechtzufinden aber das hat sich jetzt schon total gelegt. Ich weiß, wo alles ist und wann ich wo hingehen muss. Und mit Englisch habe ich keinerlei Probleme. Ich habe mich von Anfang an zurechtgefunden und habe auch jetzt keinerlei Probleme. Was natürlich nicht zwangsläufig heißt, dass ich alles verstehe 🙂

Und eine kurze Antwort auf eine Frage, die mir relativ häufig gestellt wird: Ja, ich habe schon Freunde gefunden! Die Schüler hier sind alle sehr nett, hilfsbereit und es ist nicht schwer, Freunde zu finden, wenn man auch sich ein bisschen öffnet und auf sie zu kommt! Also keine Bange, für alle, die vorhaben, auch ein Auslandsjahr zu machen!!

Vor 1 1/2 Wochen war hier Homecoming! Das ist wirklich eine einmalige Erfahrung. Mai (Meine Gastschwester aus Japan, ich weiß nicht, ob ich schon mal was von ihr erzählt habe) und ich sind sowohl zum Homecominggame als auch -dance gegangen und es hat sich wirklich gelohnt. Obwohl ich eine absolute Niete im Tanzen bin… 😉 Wir haben bei unserer Freundin übernachtet und sind am nächsten Tag mit ihr zu einem Festival, welches in unserem Dorf stattgefunden hat, gegangen und das war echt witzig!

Ihr werdet demnächst wieder von mir hören, ich gebe mir jedenfalls Mühe, öfter zu schreiben =)

Mein kleiner gelber Schulbus…

…steht draußen vor der Tür, hollahi, hollahi, hollaho!

Seit drei Tagen bin ich nun also ein Schulkind, und ich muss sagen: Das ist längst nicht nur Zuckerschlecken! Okay, teilweise wohl zum Beispiel in Mathe, obwohl ich nie gedacht hätte, das ich das mal einfach finden würde. Ich bin schon in einen höheren Kurs gewechselt, wo ich das totale Nesthäkchen bin, aber selbst da hatte ich den meisten Stoff schon. Besonders toll finde ich Spanisch sowie Drama and forensics. Das sind die beiden Kurse, von denen ich mir am meisten gewünscht habe, dass ich sie belegen kann.                                                                                                   Ansonsten ist mein Tagesablauf hier aber ziemlich voll und beginnt um 5.20, da muss ich nämlich aufstehen, weil um 6.40 der Schulbus kommt. Das ist so ein gelbes Klapperteil, das jeden Schüler einzeln abholt, aber irgendwie cool finde ich den schon.                                                                                                           Alles andere als cool ist leider die Fahrzeit: Morgens eine gute Stunde und nachmittags 2 1/2 also eine Ewigkeit. Meine Gastschwester und ich schlafen auf der Rücktour immer- Etwas anderes kannst du auch gar nicht machen, weil es wackelt (=Keine Hausaufgaben) und so heiß und stickig ist, das man zwangsläufig schläfrig wird. Wir sind die ersten morgens und die Letzten abends, also können wir auch unseren Ausstieg nicht verpassen, zumal der Busfahrerin auch auffallen würde, wenn sie hält und Niemand aussteigt. Letztendlich ist das Schläfchen zwischendurch aber auch ganz schön, denn wenn wir um halb sechs nach hause kommen, müssen wir auch noch 3-4 Stunden Hausaufgaben machen. Meine Schule hat übrigens keine Schließfächer, was bedeutet, dass ich meine 4500 Seiten Schulbücher (Kein Scherz!) jeden Tag hin und her schleppen muss. Und in zwei Fächern fehlen mir die Bücher auch noch, also wird der Stapel (Jetzt 21,2 cm hoch) auch noch wachsen. Zusätzlich zu jedem Fach noch einen Ringordner, die habe ich jetzt nicht dazugerechnet. Und dann natürlich Stifte, Block und was zu trinken…

Morgen ist Samstag, da habe ich mal keine Schule und netterweise auch nicht so arg viele Hausaufgaben!!

Konichiwa! Bonjour! مرحبا! kaixo! আরে Здравейте! 您好!hej! tere!

Oder, für mich gerade: Hello!

ich glaube es immer noch nicht ganz, aber ich habe es tatsächlich geschafft! Ich habe rechtzeitig eine Gastfamilie bekommen und mich auch auf Anhieb mit ihnen verstanden! Als der große Briefumschlag eingetrudelt ist, habe ich mir erstmal einen kleinen Freudentanz aufgeführt und bin dann sofort zum Telefon gestürzt. Nach anfänglichem Stottern ging es dann auch ganz gut.

Ich bin gleich in die erste Fluggruppe gekommen und habe nach dem wunderbaren New York- Wochende doch tatsächlich alle Anschlussflüge bekommen. Der erste Flug hatte zwei Stunden verspätung und musste noch eine Stunde auf der Startbahn stehen. Im Flieger habe ich dann die ganze Zeit auf meine Uhr geschaut und gehofft, dass alles klappt. In Dallas musste ich zwar in fünf Minuten durch 4 Terminals rennen, aber: Ich hab´s geschafft und bin glücklich angekommen! Hier in Kansas ist es ziemlich still (Vielleicht ein bisschen langweilig, aber eine Erholung nach New York!).Und in einigen Tagen kommt auch meine Gastschwester, dann kommt hier sicherlich mehr Leben rein =)

Doch etwas schockiert bin ich über das Essen, denn das ist tatsächlich so wie in den amerikanischen Filmen: es gibt nur Fastfood! Gestern sind meine Gastmutter und ich einkaufen gegangen und ich habe mich erstmal mit Obst und Gemüse eingedeckt =)